von Regina Fischer 6. März 2026
Der Darm als Zentrum unserer Gesundheit Der Darm ist weit mehr als nur ein Verdauungsorgan. Mit einer Länge von mehreren Metern und einer Oberfläche von etwa 300 bis 500 Quadratmetern bildet er die größte Kontaktfläche unseres Körpers zur Umwelt. In unserer Körpermitte gelegen, ist er ein komplexes und faszinierendes System, also ein wahres Wunderwerk. Die zentrale Rolle des Darms Eine der wichtigsten Aufgaben des Darms ist die Verarbeitung unserer Nahrung. Er sorgt dafür, dass die wertvollen Bestandteile aus unserer Nahrung herausgefiltert und dem Körper zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig übernimmt er eine wichtige Schutzfunktion: Unerwünschte oder schädliche Stoffe werden erkannt, gefiltert und ausgeschieden. Doch die Aufgaben des Darms gehen weit über die Verdauung hinaus. Er spielt eine zentrale Rolle für viele grundlegende Prozesse im Körper: Er unterstützt das Immunsystem, denn ein großer Teil unserer Immunzellen befindet sich im Darm. Er ist an der Hormonsynthese beteiligt. Über das sogenannte Darmgehirn beeinflusst er auch unsere Gefühle und unsere Intuition. Die Herausforderung der Darmschleimhaut Die Darmschleimhaut steht täglich vor einer besonderen Herausforderung. Sie muss einerseits durchlässig genug sein, damit lebenswichtige Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden können. Andererseits muss sie gleichzeitig eine wirksame Barriere gegen Schadstoffe, Krankheitserreger und Toxine bilden. Das bedeutet: Die Darmschleimhaut muss ständig zwischen „Freund“ und „Feind“ unterscheiden – eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe für unser Verdauungssystem. Häufige Verdauungsstörungen Wenn das empfindliche Gleichgewicht im Darm gestört ist, können unterschiedliche Verdauungsprobleme entstehen. Häufige Beschwerden sind zum Beispiel: Reizdarm oder Reizmagen Blähungen Gastritis Sodbrennen Verstopfung Durchfall Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histaminose oder Leaky-Gut-Syndrom Übelkeit oder Erbrechen ohne akute Ursache Wenn der Darm andere Beschwerden beeinflusst Der Darm kann nicht nur Verdauungsprobleme verursachen. Auch andere gesundheitliche Beschwerden können mit einer gestörten Darmfunktion zusammenhängen, zum Beispiel: erhöhte Infektanfälligkeit Autoimmunerkrankungen Hautprobleme Kopfhaut- und Haarprobleme Diese Zusammenhänge zeigen, wie wichtig ein gesunder Darm für das gesamte Wohlbefinden ist. Die Rolle der Ernährung Eine entscheidende Grundlage für einen gesunden Darm ist die Ernährung. Idealerweise sollte sie: den Körper mit hochwertigen Nährstoffen versorgen ausreichend Energie bereitstellen Stoffwechsel und Zellerneuerung unterstützen unsere Zellen schützen Eine ungünstige Ernährung kann dagegen das Gegenteil bewirken und: zu wenig oder falsche Nährstoffe liefern oxidativen Stress und Entzündungen fördern Körper und Zellen langfristig schädigen Darmtests – sinnvoll oder irreführend? In den letzten Jahren sind zahlreiche online bestellbare Darm- und Stuhltests auf den Markt gekommen. Tatsächlich ist der Markt für solche Tests sehr groß , geschuldet sicherlich auch dem Leidensdruck vieler Menschen. Unfassbar teure Mikrobiomtests, aber keine Therapiehilfe?? Doch ein Stuhltest allein reicht in den meisten Fällen nicht aus, um die Ursachen von Darmproblemen wirklich zu verstehen. Die Interpretation solcher Ergebnisse ist komplex. Betroffene Laien sind damit meist überfordert und die dann angebotenen teuren Mittel können dabei ganz schnell in der Toilette landen - im wahrsten Sinne des Wortes.... Ein Ungleichgewicht der Darmflora hat unterschiedliche Gründe und Urachen. Ändere ich meinen Lebens- und/oder Ernährungsstil nicht, dann nützen mir auch teure Prä- und Probiotika nicht dauerhaft weitr. Ganzheitliche Betrachtung ist entscheidend Um Darmprobleme wirklich zu verstehen und sinnvoll zu behandeln, braucht es meist mehr als nur einen einzelnen Test. Der Darm ist ein hochkomplexes Organ und spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit. Er beeinflusst nicht nur Verdauung und Nährstoffaufnahme, sondern auch Immunsystem, Hormone und sogar unsere Intuition. Und im Gegenzug wird er auch von diesen Parametern mit beeinflusst. Umso wichtiger ist es, dieses empfindliche System zu pflegen, zu schützen und ganzheitlich zu betrachten.
von Regina Fischer 5. März 2026
Haarausfall bei Frauen kommt heute viel häufiger vor als früher. Neben Stress, Krankheiten oder Nährstoffmangel spielen oft Hormone eine wichtige Rolle. Besonders hormonelle Verhütungsmittel, hormonelle Erkrankungen oder Störungen im Hormonhaushalt können das Haarwachstum beeinflussen. Hier sind einige hormonelle Ursachen für Haarausfall: 1. Hormonelle Verhütung (die Pille) Bestimmte Gestagene in hormonellen Verhütungsmitteln wirken ähnlich wie Testosteron. Dadurch können sie die Haarfollikel verkleinern und das Haarwachstum beeinträchtigen. Wenn du die Pille absetzt, kann es zunächst zu vorübergehend stärkerem Haarausfall kommen, meist etwa 2–3 Monate später. Das ist eine typische Reaktion des Körpers. Mit der Zeit kann sich das Haarwachstum wieder normalisieren. 2. PCOS, Testosteron und Insulinresistenz Beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) ist der Testosteronspiegel oft erhöht oder der Körper reagiert empfindlicher darauf. Das kann zu Symptomen wie Akne, stärkerer Körperbehaarung und auch Haarausfall auf dem Kopf führen. Häufig hängt PCOS mit Insulinresistenz zusammen. Aber auch die Insulinsresistenz oder ein beginnender Typ-2 Diabetes beeinflussen den Testosteronspiegel. 3. Progesteronmangel Progesteron kann den Haarfollikel vor der Wirkung von Testosteron schützen. Während einer Schwangerschaft steigt der Progesteronspiegel stark an, weshalb viele Frauen dann besonders dichtes Haar haben. Wenn kein regelmäßiger Eisprung stattfindet, zum Beispiel bei PCOS, in den Wechseljahren ab ca 40 beginnend oder während der Einnahme hormoneller Verhütung, dann kann ein Progesteronmangel entstehen. 4. Schilddrüsenerkrankungen Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion der Schilddrüse können Haarausfall verursachen. 5. Östrogenmangel Östrogen unterstützt das Haarwachstum. Wenn der Östrogenspiegel niedrig ist, können unter anderem dünner werdendes Haar, trockene Schleimhäute oder sehr schwache Menstruationen auftreten. Ursachen können zum Beispiel auch niedriges Körpergewicht, Stress oder Essstörungen sein. 6. Zu viele Hormone Auch das Gegenteil kann problematisch sein: zu hohe Hormonmengen durch Medikamente, Hormoneinnahme ohne regelmäßige Kontrolle der Werte oder Nahrungsergänzungsmittel (z. B. DHEA oder Pregnenolon) können ebenfalls Haarausfall auslösen. Haarausfall erkennen und Ursachen finden Haarausfall beginnt häufig erst einige Monate nach der eigentlichen Ursache. Deshalb ist es manchmal schwierig, den Auslöser zu finden. Neben hormonellen Faktoren können auch andere Dinge eine Rolle spielen, zum Beispiel: Stress Krankheiten oder Operationen Mangel an Protein, Eisen oder Zink bestimmte Medikamente Oft reicht es nicht aus, nur eine Ursache zu behandeln. Manchmal müssen mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigt werden. Geduld ist wichtig Haare wachsen langsam. Selbst wenn die richtige Ursache gefunden und behandelt wird, kann es mindestens drei Monate dauern, bis sich eine Verbesserung zeigt – manchmal sogar länger als ein Jahr. Der wichtigste Schritt ist daher, die zugrunde liegende Ursache zu finden und konsequent daran zu arbeiten. Und Geduld mitbringen.
von Regina Fischer 20. Februar 2026
Hättet Ihr das gewusst? Nach einem Schleudertrauma kann eine instabile Halswirbelsäule zurückbleiben, und ganz besonders im sensiblen Bereich der oberen Kopfgelenke verlaufen wichtige Nerven- und Gefäßstrukturen sowie Anteile des vegetativen Nervensystems. Chronische Mikroreize oder eine dauerhafte Fehlregulation können Mastzellen aktivieren. Die Folge kann eine vermehrte Histaminausschüttung sein. Typische Beschwerden wie Kopfdruck, Migräne, Schwindel, Herzklopfen, Schlafstörungen oder eine erhöhte Nahrungsmittel-Sensibilität können dadurch begünstigt werden. Wenn Mastzellen überreagieren und der Körper nicht zur Ruhe kommt Mastzellen sind wichtig für unsere Abwehr. Doch wenn sie dauerhaft oder falsch aktiviert werden, kann sich das auf viele Bereiche des Körpers auswirken. Sie können Entzündungsprozesse verstärken, die Schmerzempfindlichkeit erhöhen und das Nervensystem reizen. Typische Folgen sind: Juckreiz oder Hitzegefühle Blähungen, Krämpfe oder Durchfall Herzklopfen oder Schwindel innere Unruhe und Schlafstörungen Muskelschmerzen oder morgendliche Steifigkeit Histamin und Deine Mastzellen – die unterschätzten Dirigentinnen im Körper Viele Frauen kennen das Gefühl: Der Körper reagiert plötzlich empfindlicher. Die Haut juckt schneller, der Bauch ist sensibler, der Schlaf leichter gestört, das Herz klopft manchmal ohne erkennbaren Grund. Oft heißt es dann: „Das sind die Hormone.“ Oder: „Das ist der Stress.“ Doch hinter vielen dieser Beschwerden können kleine, hochaktive Immunzellen stehen, über die kaum jemand spricht: Mastzellen. Mastzellen kommen überall im Körper vor, z B in der Haut, in Schleimhäuten, im Bindegewebe, rund um Nerven und Blutgefäße. Sie sind so etwas wie Wachposten unseres Immunsystems. Sobald sie eine mögliche Gefahr wahrnehmen, setzen sie Botenstoffe frei. Das ist grundsätzlich sinnvoll und schützt uns. Doch manchmal reagieren sie zu stark oder zu häufig. Bei Aktivierung schütten Mastzellen unter anderem Histamin aus. Dieser Stoff ist mitverantwortlich für: 🕵️‍♀️ Juckreiz, Rötung und Schwellung 🕵️‍♀️ Schleimproduktion 🕵️‍♀️ Magensäure 🕵️‍♀️ Nervenreizungen wie Kribbeln oder Brennen 🕵️‍♀️ Verengung der Bronchien Aber das ist noch nicht alles. Mastzellen beeinflussen auch andere wichtige Stoffe im Körper, unter anderem solche, die Stimmung, Schlaf, Darmbewegung und Gefäße mitregulieren. Das bedeutet: Wenn Mastzellen aus dem Gleichgewicht geraten, können Beschwerden entstehen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Genau hier beginnt meine Arbeit. Denn viele Frauen, die zu mir kommen, haben eine lange Odyssee hinter sich. Reizdarm. Migräne. Fibromyalgie. „Psychisch.“ „Hormonell.“ Doch oft fehlt der Blick auf das Immunsystem und speziell auf die Mastzellen und deren Verbindung zu den Hormonen und der Darmgesundheit. Und ja, Histamin steht auch in engem Zusammenhang zum Stresshormon Cortisol aber auch zu Östrogen, denn ein hoher Östrogenspiegel macht uns empfindlicher für Histamin. Wer mehr dazu wissen möchte, darf sich gerne zu meinem Webinar: Histamin - der Wolf im Schaftspelz - anmelden: https://www.hormondetektivbuero.de/mein-buch-events/
von Regina Fischer 20. Februar 2026
Mein kleines privates Bowtech-Erlebnis aus dem Alltag Am vergangenen Wochenende waren wir mit Freunden gemütlich essen. Vom Flur aus betrat man das Restaurant durch eine große Glastür, die beim Hineingehen offenstand. Alles war entspannt, wir genossen den Tag. Irgendwann machten sich meine Freundin und ich auf den Weg zur Toilette im Keller. Inzwischen war die Glastür allerdings geschlossen und der große Hinweiszettel, der normalerweise daran hing, war weg. In ein Gespräch vertieft lief meine Freundin und darum leider mit ordentlich Schwung dagegen. Mit der Stirn, dem Wangenknochen und dem Handgelenk prallte sie gegen das Glas. Für einen Moment stand sie unter Schock. Und gleich konnte man beobachten, wie sich auf ihrer Stirn eine deutliche Beule bildete. Man konnte förmlich zusehen, wie die Stirn anschwoll und sich rötete. Auch am Wangenknochen entstand eine Schwellung. Ganz spontan wandte ich die sogenannten Bowtech-Notfallgriffe an. Ich sage oft, Bowtech wirkt ein wenig wie die Homöopathie unter den manuellen Therapien. Diese speziellen Griffe werden unter anderem bei Schockmomenten eingesetzt oder wenn es darum geht, Gewebe nach Verletzungen zu unterstützen, ähnlich wie man vielleicht zu Arnika Globuli greifen würde. Bis wir wieder an unserem Tisch ankamen, hatte sich bereits Erstaunliches getan: Die Schwellung auf der Stirn nahm anschließend auch nicht weiter zu, die Rötung stoppte sichtbar. Auch die Beule wurde nicht größer, im Gegenteil. Drei Tage nach dem Zusammenstoß sagte meine Freundin zu mir: „Ich bin so froh, dass du mir diese Griffe gesetzt hast. Ich kenne meinen Körper gut und normalerweise hätte ich eine ordentliche Beule und vor allem blaue Flecken davongetragen.“ Stattdessen verlief alles erstaunlich glimpflich. Sie erzählte mir sogar, sie habe schon beim Dessert gespürt, dass „etwas arbeitet“ in ihrer Stirn, gerade so als würde im Knocheninneren etwas sanft weggezogen oder reguliert. Klingt komisch, aber so fühlte es sich für sie an. 3 Tage später sieht man kaum noch etwas. Sie spürt auch nahezu nichts mehr. Und genau das ist für mich die kleine Magie von Bowtech: Wir Bowen-Therapeuten brauchen keine Globuli in der Tasche , unsere Hände genügen. Was ist Bowtech? Die Bowen Technik – kurz Bowtech – ist eine sanfte, manuelle Faszientechni, die über präzise gesetzte Impulse auf Muskeln, Sehnen und Faszien auch das Nervensystem anspricht. Zwischen den einzelnen Griffen entstehen bewusste Pausen, in denen der Körper beginnt, die gesetzten Reize zu verarbeiten und eigene Regulationsprozesse zu aktivieren. Bowtech versteht sich nicht als „Machen“, sondern als „Anstoßen“. Der Körper bekommt einen Impuls und nutzt seine eigene Fähigkeit zur Selbstregulation. Gerade in akuten Situationen, wie in diesem kleinen Erlebnis, zeigt sich für mich immer wieder, wie schnell der Körper reagieren kann, wenn man ihm den passenden Impuls gibt. Sanft. Minimalistisch. Und doch oft erstaunlich wirkungsvoll.
von Regina Fischer 11. Februar 2026
Hashimoto und die Milz „Ach, die Milz… ist doch nur so ein Nebenorgan, oder?“ Die Milz ist weit mehr als ein „Blutspeicher“. Sie ist ein aktives Immunorgan und spielt in der Autoimmunbiochemie eine viel zentralere Rolle, als die meisten denken. 1. Sie filtert dein Blut – ständig und gründlich. Vor allem kranke Zellen, stille Entzündungen und immunaktive Stoffe. Wenn dein Körper permanent Antigene verarbeiten muss, etwa durch Infektionen, Darmbelastungen oder Umweltgifte, wird die Milz überaktiv. Das führt zu einer chronischen Immunaktivierung. Autoimmunprozesse bleiben dadurch am Laufen. 2. Sie reguliert den Eisenstoffwechsel. Bei chronischer Entzündung hält die Milz Eisen zurück. Das Resultat: Ein dauerhaft niedriger Ferritinwert mit spürbaren Folgen für deine Schilddrüsenfunktion und deinen Energiestoffwechsel. 3. Sie reagiert sensibel auf Stress. Unter chronischem Druck oder Schlafmangel zieht sich die Milz buchstäblich zusammen. Das kann zu Entzündungsschüben, emotionalen Einbrüchen oder verstärkter Erschöpfung führen. Was heißt das konkret für dich? Hashimoto ist keine reine Schilddrüsenerkrankung. Auch nicht nur ein Darmthema. Und auch nicht mit ein bisschen NEMS oder Jod zu klären. Die Milz ist ein zentrales Bindeglied. Zwischen Entzündung, Eisenstoffwechsel, Immunaktivität und Hormonumwandlung.
von Regina Fischer 11. Februar 2026
Warum es bei Hashimoto nicht reicht, ein Schilddrüsenhormon zu geben – und warum Beschwerden oft bleiben Hashimoto wird häufig als reine Schilddrüsenerkrankung verstanden. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem eigenes Gewebe angreift. Die Schilddrüse ist dabei zwar das sichtbarste Ziel, aber nicht die eigentliche Ursache des Problems. Hierzu konntet Ihr bereits viel in meinem Kanal lesen oder auch in meinen Webinaren erfahren. Das Immunsystem arbeitet nicht isoliert an einem einzelnen Organ. Es steht in engem Zusammenhang mit Darm, Nervensystem, Hormonen und Stoffwechsel. Gerät diese Regulation aus dem Gleichgewicht, wirkt sich das auf den gesamten Körper aus. Deshalb berichten viele Betroffene nicht nur über klassische Schilddrüsensymptome wie Müdigkeit oder Gewichtszunahme, sondern auch über Verdauungsprobleme, Gelenkschmerzen, Hautveränderungen, Zyklusstörungen, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme. Ein zentraler Faktor ist die chronische Entzündung in der Schilddrüse. Durch die Autoimmunreaktion werden entzündungsfördernde Botenstoffe freigesetzt, die über den Blutkreislauf im ganzen Körper wirken. Sie beeinflussen unter anderem Nervensystem, Stoffwechsel, Muskulatur und Gehirn. So kann aus einer lokalen Entzündung eine stille, systemische Entzündungsbelastung entstehen, die viele der anhaltenden Beschwerden erklärt. Diese Prozesse bedeuten für den Körper einen dauerhaften Stresszustand. Stressachsen werden aktiviert, Cortisol und Adrenalin vermehrt ausgeschüttet. Kurzfristig ist das eine Anpassung, langfristig jedoch führt es zu Erschöpfung, Schlafstörungen, verminderter Stressresistenz und einer gestörten Hormonumwandlung auf Zellebene. Viele Betroffene fühlen sich innerlich unter Spannung oder dauerhaft erschöpft, obwohl die Laborwerte scheinbar „passen“. Auch der Darm spielt eine entscheidende Rolle. Ein großer Teil des Immunsystems ist dort angesiedelt. Eine gestörte Darmschleimhaut oder ein unausgeglichenes Mikrobiom können Entzündungen fördern und Autoimmunprozesse verstärken. Hinzu kommen häufige Nährstoffmängel, etwa an Eisen, Selen, Zink oder Vitamin D, die sowohl Immun- als auch Stoffwechselprozesse beeinträchtigen. Stress wirkt zusätzlich direkt auf die Immunregulation. Viele Menschen mit Hashimoto erleben, dass sich ihre Beschwerden in belastenden Lebensphasen deutlich verschlechtern, unabhängig von stabilen Schilddrüsenwerten. Zudem tritt Hashimoto nicht selten gemeinsam mit anderen Autoimmunerkrankungen auf, was den systemischen Charakter der Erkrankung unterstreicht. Hashimoto zeigt deutlich, dass der Körper nicht in einzelne Fachbereiche aufgeteilt funktioniert. Die Schilddrüse reagiert besonders sensibel, ist aber Teil einer umfassenderen Fehlsteuerung des Immunsystems. Deshalb reicht es oft nicht aus, ausschließlich ein Schilddrüsenhormon zu ersetzen. Entscheidend ist ein ganzheitlicher Blick auf Entzündungsprozesse, Immunregulation, Darmgesundheit, Nährstoffversorgung, Stressbelastung und Lebensstil, um Beschwerden nachhaltig zu verstehen und langfristig zu stabilisieren. Gerne unterstütze ich dich im Rahmen meiner Online-Sprechstunde oder meines individuellen Online-Mentorings. Wenn du wissen möchtest, wie die Begleitung konkret abläuft und ob sie zu deiner Situation passt, buche dir über den nachfolgenden Link ein kostenloses und unverbindliches 15-minütiges Kennenlerntelefonat. Buchbar über die Startseite des Hormondetektivbuero.de Außerdem kannst Du gerne eine Aufzeichung meines Schilddrüsenwebinars hier buchen: https://www.digistore24.com/product/645772
von Regina Fischer 11. Februar 2026
Ist die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion unnatürlich? Viele Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion hören früher oder später den Satz: „Hormone zu nehmen ist doch unnötig oder zumindestens unnatürlich.“ Besonders bei L-Thyroxin taucht dieser Gedanke häufig auf. Dabei lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was hier eigentlich gemeint ist. Medizin greift grundsätzlich in natürliche Prozesse ein, im Idealfall genau dann, wenn Regulation nicht mehr ausreichend funktioniert. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert der Körper nicht mehr genug Hormone, um Stoffwechsel, Energie, Temperatur, Konzentration und emotionale Stabilität zuverlässig zu steuern. Die Beschwerden, die entstehen, sind kein persönliches Versagen, sondern ein Signal: Der Körper kann diese Aufgabe allein nicht mehr erfüllen. Sofern die Co-Faktoren geklärt und ausgeglichen sind, die UF aber bestehen bleibt, dann spätestens sind Schilddrüsenhormone wichtig oder unverzichtbar. Thyroxin ist ein Hormon, das der Körper selbst herstellt und täglich benötigt. L-Thyroxin ersetzt genau diesen Stoff, nicht mehr und nicht weniger. Es bringt dem Körper nichts „Künstliches“ bei, sondern stellt etwas zur Verfügung, das fehlt. Natürlich verändern sich Hormonleistungen im Laufe des Lebens. Auch die Schilddrüse kann mit den Jahren langsamer werden. Das allein macht eine Behandlung nicht automatisch notwendig, aber es macht sie auch nicht grundsätzlich falsch. Entscheidend ist, ob die verminderte Hormonleistung zu anhaltenden Beschwerden, Stoffwechselverlangsamung oder hormonellen Folgeproblemen führt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Blutzucker. Die Schilddrüse ist eng mit der Regulation des Blutzuckers verbunden. Eine Unterfunktion kann dazu führen, dass Energie schlechter verfügbar ist, Schwankungen entstehen und Stresshormone vermehrt einspringen müssen. Das belastet langfristig das gesamte hormonelle System und kann Erschöpfung, Gewichtszunahme und innere Unruhe verstärken. Eine gut eingestellte Schilddrüsentherapie hat nicht das Ziel, den Körper „zu manipulieren“, sondern ihn zu entlasten. Sie unterstützt Stoffwechsel und Energiehaushalt dort, wo der Körper allein nicht mehr ausreichend regulieren kann. Entscheidend ist dabei immer eine individuelle Dosierung und eine regelmäßige Überprüfung und nicht das blinde Festhalten an Normwerten oder Dogmen. Die Frage ist also nicht, ob eine Behandlung natürlich ist. Die entscheidende Frage ist, ob es sinnvoll ist, einen Mangel unbehandelt zu lassen, obwohl er den Alltag, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden deutlich einschränkt. Eine verantwortungsvoll eingesetzte Schilddrüsentherapie ersetzt kein funktionierendes System. ABER: sie unterstützt ein überfordertes. Und genau darin liegt ihr Sinn. Niemand würde auf die Idee kommen, einen Diabetes Typ 1 ohne Insulin zu behandeln. Warum tun sich also die Welt so schwer mit Schilddrüsentherapien? Bioidentisch – was bedeutet das bei Schilddrüsenhormonen?? Der Begriff bioidentisch wird oft verwendet, um Medikamente zu beschreiben, die in ihrer chemischen Struktur dem körpereigenen Hormon genau entsprechen. • Levothyroxin entspricht strukturell dem T4, auch wenn es synthetisch hergestellt wird. • NDT ist natürlich gewonnen, enthält bioidentische Formen von T4 und T3 sowie andere hormonähnliche Stoffe direkt, ohne dass sie erst im Körper umgewandelt werden müssen. Aus ethischen Gründen für Veganer und Vegetarier eigentlich ungeeignet. Beide Präparate beinhalten grundsätzlich hormonidentische Moleküle, unterscheiden sich aber in Zusammensetzung, Herkunft und Wirkprofil. Natürliches Schilddrüsenextrakt war die Standardtherapie bis in die frühen 1970er-Jahre, bevor synthetisches Levothyroxin, in den USA zumindest ab den 50-ern bekannt, weite Verbreitung fand. Beide Formen unterliegen immer der Verschreibungspflicht. Eine nachdenklich stimmende Geschichte dazu aus meinem Alltag: Kürzlich erreichte mich eine Frage, die mich nachdenklich, traurig und ehrlich gesagt auch verärgert zurückgelassen hat. Eine Frau, etwa in meinem Alter, Ende 50, bat mich telefonisch um Rat. Ihr wurde mit Ende 40 aufgrund eines Karzinoms die Schilddrüse entfernt. Seit einigen Jahren leidet sie unter einer deutlichen Gewichtszunahme von rund 15 Kilogramm sowie unter einer ausgeprägten, bleiernen Müdigkeit. Ihr konkreter Hilferuf war die Frage, ob sie ihr Schilddrüsenhormon absetzen solle, schließlich lese man in sozialen Netzwerken und entsprechenden Gruppen immer häufiger, dass L-Thyroxin mehr schade als nütze. Abgesehen einmal davon, dass es völlig unprofessionell und schlichtweg auch rechtlich nicht erlaubt wäre, so eine Frage als Heilpraktikerin zu bejahen. Es wäre mehr als unverantwortlich aufgrund eines Telefonates irgendetwas in einem komplexen Fall zu empfehlen. Diese Frage hat mich zunächst wütend gemacht. Nicht auf die Frau, sondern auf die Inhalte, die in sozialen Medien verbreitet werden. Wenn Menschen durch vereinfachende oder undifferenzierte Aussagen dazu gebracht werden, ein lebensnotwendiges Hormon -ohne eine Alternative zu haben - infrage zu stellen, ist das mehr als problematisch. Besonders dann, wenn es sich um eine Patientin ohne Schilddrüse handelt, deren Körper dieses Hormon vermutlich schlicht nicht mehr oder zu wenig selbst herstellen kann. Zum Vergleich: Niemand würde bei Diabetes Typ 1 das Hormon Insulin verteufel oder gar absetzen. Gleichzeitig macht mich der Fall aber traurig. Traurig darüber, dass sie sich mit ihren Beschwerden offenbar alleingelassen fühlt. Sie erhält ein Schilddrüsenhormon und sonst nichts. Keine Zeit, keine umfassende Einordnung, keine Erklärung, warum ihre Symptome trotz Therapie bestehen bleiben könnten. Dabei ist offensichtlich, dass Gewichtszunahme und Erschöpfung in solchen Fällen selten monokausal sind. Sie entstehen meist aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen und verstärken. Hinzu kommt, dass vielen Betroffenen nicht bewusst ist, dass die Schilddrüse zwar eine zentrale, aber eben nicht die einzige Rolle im hormonellen Gefüge spielt. Dass der Körper eigentlich zwei Schilddrüsenhormone benötigt. Und dass weder in sozialen Medien noch und auch nicht in einer telefonischen Anfrage bei mir – geklärt werden kann, ob die Umwandlung des einen Hormons in das andere überhaupt ausreichend funktioniert. Und was sonst noch so im Ungleichgewicht ist. Ich bin überzeugt: Wenn im kassenärztlichen System mehr Zeit für die Komplexität hormoneller Balance vorhanden wäre, insbesondere bei uns Frauen, würden viele dieser Social-Media-Gruppen gar nicht erst als medizinischer Ersatz gesehen werden. Hormone funktionieren nicht linear. Und nachhaltige Lösungen entstehen nicht durch Absetzen, Weglassen oder Schuldzuweisungen an ein Hormon, sondern durch Verstehen, Einordnen und ein ganzheitliches Denken.
von Regina Fischer 11. Februar 2026
Die Naturheilpraxis Hormondetektivbüro zieht um in die hessische Kurstadt Bad Orb. Ab dem 1. März bin ich in zentraler Lage in der Würzburger Straße 3, 63619 Bad Orb erreichbar. Meine Praxisschwerpunkte bleiben dabei selbstverständlich unverändert. Ich begleite Euch bei hormonellen Dysbalancen und das nicht nur in den Wechseljahren, bei Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto sowie bei Fragen rund um die Darmgesundheit und hormonbalancierte Ernährung. Auch chronische Erschöpfung, Burn-out und Schmerzsyndrome gehören weiterhin zu meinen zentralen Tätigkeitsschwerpunkten. Vor-Ort-Termine in Bad Orb ergänze ich wie bisher durch die sanfte Faszientherapie Bowtech. Alle weiteren Leistungen können weiterhin unabhängig vom Standort auch online in Anspruch genommen werden. Ob im Rahmen einer Online-Sprechstunde oder eines individuellen Mentorings, für bestehende und neue Patientinnen ändert sich hier nichts. Webinare sowie mein Hormonkanal auf Telegram und WhatsApp werden ebenfalls wie gewohnt fortgeführt. Bad Orb ist verkehrsgünstig gelegen und gut erreichbar, unter anderem aus Fulda, Hanau und Aschaffenburg über die Spessartroute. Termine für den neuen Praxisstandort in Bad Orb können ab sofort telefonisch vereinbart werden unter 0151 178 05919. Ich freue mich darauf, Euch live in meinen neuen Räumen begrüßen zu dürfen. Regina Fischer, Heilpraktikerin vom hormondetektivbuero.de Neueröffnung in Bad Orb: Das „Hormondetektivbüro“ startet am 01.03.2026 in der Würzburger Str. 3 Bad Orb bekommt eine neue, starke Adresse für ganzheitliche Gesundheit: Zum 01. März 2026 eröffnet die Naturheilpraxis „Hormondetektivbüro“ von Heilpraktikerin Regina Fischer ihre neuen Räume in der Würzburger Str. 3. Mit dem Umzug aus Udenhain in die traditionsreiche Kurstadt setzt Regina Fischer ein bewusstes Zeichen. Denn Bad Orb steht seit jeher für Regeneration, Heilung und neue Kraft, ein Umfeld, das ideal zu ihrer ganzheitlichen, ursachenorientierten Arbeitsweise passt. Wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät Regina Fischer ist spezialisiert auf Hormon- und Schilddrüsenbalance, Darmgesundheit sowie die Begleitung von Menschen mit Fibromyalgie und Erschöpfungszuständen. Ihr Ansatz geht dabei weit über eine reine Symptombehandlung hinaus. „Mein Anliegen ist es, nicht nur Symptome zu betrachten, sondern die Ursachen zu verstehen, denn jeder Körper erzählt eine Geschichte“, beschreibt sie ihre Philosophie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Frauen, die sich erschöpft, hormonell aus dem Gleichgewicht oder „nicht mehr wie sie selbst“ fühlen. Viele leiden unter anhaltender Müdigkeit, Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Zyklusveränderungen, Wechseljahresbeschwerden, innerer Unruhe oder Stimmungsschwankungen. Nicht selten werden diese Beschwerden vorschnell als altersbedingt abgetan. Im Hormondetektivbüro hingegen geht es um Verständnis für Frauen und um die Suche nach den Ursachen und die ganzheitiche Unterstützung. Als Heilpraktikerin bin ich spezialisiert auf Hormon- und Schilddrüsenbalance, Darmgesundheit sowie die Begleitung von Menschen mit Fibromyalgie und Erschöpfungszuständen. „Mein Anliegen ist es, nicht nur Symptome zu betrachten, sondern die Ursachen zu verstehen, denn jeder Körper erzählt eine Geschichte“. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Frauen, die sich erschöpft, hormonell aus dem Gleichgewicht oder „nicht mehr wie sie selbst“ fühlen. Viele leiden unter anhaltender Müdigkeit, Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Zyklusveränderungen, Wechseljahresbeschwerden, innerer Unruhe oder Stimmungsschwankungen. Nicht selten werden diese Beschwerden vorschnell als altersbedingt abgetan. Im Hormondetektivbüro hingegen geht es um Verständnis für Frauen und um die Suche nach den Ursachen und die ganzheitiche Unterstützung. Verständnis und ganzheitliche Begleitung. Statt standardisierter Konzepte entstehen maßgeschneiderte Pläne und Begleitung, abgestimmt auf Lebensphase, Belastungssituation und persönliche Ziele. Ergänzend kommen ganzheitliche Methoden zur Stressregulation und Stabilisierung der inneren Balance zum Einsatz und zwar ganz besonders die Bowen Methode, eine sanfte, ganzheitliche Faszientherapie zur Unterstützung der Selbstregulation des Körpers. Viele Patientinnen berichten, wie erleichternd es für sie ist, sich erstmals wirklich gesehen, ernst genommen und umfassend begleitet zu fühlen. Neben ihrer Praxistätigkeit bietet Regina Fischer auch Online-Mentoring an, ist Gast-Dozentin an einer Heilpraktikerschule, gibt Webinare und ist Autorin des eBooks „meinHormonkompass“. Mit dem neuen Standort in Bad Orb möchte sie noch mehr Menschen erreichen, die sich eine individuelle, fundierte und ganzheitliche Begleitung wünschen. Praxisstart: 01.03.2026 Adresse: Würzburger Str. 3, 63619 Bad Orb
von Regina Fischer 19. Dezember 2025
„Ich nehme doch schon was – aber es hilft einfach nicht …“ Und ich habe schon soo viele Webinare besucht - aber immer wieder kommen neue Probleme dazu. Kommt Dir dieser Gedanke bekannt vor? Viele Frauen suchen erst dann Unterstützung, wenn ihre Beschwerden schon länger bestehen. Dazu gehören zum Beispiel Symptome wie Müdigkeit, Unruhe, Verdauung, Hormone, Gelenke, Schilddrüse … irgendwann ist alles irgendwie „aus dem Takt“. Aber: länger bestehende Symptome lassen sich selten mit einer einfachen Lösung beheben. Denn hinter einem Symptom steckt oftmals mehr als nur ein einzelner Auslöser. Hormone und der Darm: Ein gestörter Darm beeinflusst unter anderem Systeme wie die Leber, schwächt das Immunsystem, sorgt für Nährstoffmängel und plötzlich fehlen die Bausteine für Hormone, Energie und Stimmung. Probiotika sind of 'nice-to-have' lösen aber bei weitem nicht alle Verdauungsstörungen. Oder die Schilddrüse arbeitet zu langsam und das nicht unbedingt, weil ihr Nährstoffe fehlen. Sondern weil Stress, Entzündungen, Schlafmangel und Nährstoffverluste, Darmstörungen, getoppt von den Wechseljahren ab ca 40, gleichzeitig wirken. Ein bisschen Jod und Selen sind dann nicht die Lösung sondern ein Baustein für das Fundament mit dem Namen: ganzheitlich. Das zeigt: Der Körper funktioniert als System und genau so muss man ihn auch betrachten. Es braucht einen ganzheitlichen Blick, um Ursachen zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen und gezielt zu entlasten. Ist das Fundament meines Hauses wackelig, dann genügt es nicht, dass ich eine dadurch verzogene Haustür erneuere. Du brauchst Orientierung und willst wissen, ob und wie ich Dich online unterstützen kann? Dann buche jetzt ein kostenloses, 10-minütiges Kennenlerngespräch. Wir klären in Ruhe: • Was ist realistisch? • Wie läuft das Ganze online ab? • Was kostet es ungefähr? • Wo sind die Grenzen? Ich freue mich auf Dich! Buche beuem über diesen Link: https://calendly.com/praxis-gesundundentspannt/30min?month=2025-12
von Regina Fischer 3. Oktober 2025
Blutdruckmedikamente, Blutzucker und Herzrhythmus – was ist dran am Zusammenhang? Viele Menschen nehmen dauerhaft Medikamente zur Blutdrucksenkung – oft über Jahre hinweg. Was viele nicht wissen: Einige Blutdrucksenker können den Zuckerstoffwechsel beeinflussen und damit das Risiko für Prädiabetes oder eine Verschlechterung der Glukosetoleranz erhöhen. 1. Betablocker und das Risiko für Prädiabetes Was Betablocker tun: Sie senken den Blutdruck, indem sie die Wirkung des sympathischen Nervensystems auf das Herz und die Gefäße bremsen. Was viele nicht wissen: Manche Betablocker können: die Insulinempfindlichkeit senken die Insulinausschüttung hemmen eine Gewichtszunahme begünstigen Das kann die Entwicklung einer Insulinresistenz fördern – ein möglicher Vorbote von Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes. Bei Problemen mit dem Blutzucker bitte die Verordnung ärztlich abklären lassen und bitte vor allem bei Frauen nicht auf die Wechseljahre schieben lassen. 2. Bestimmte Diuretika – was ist das Risiko? Harntreibende Medikamente, die oft in Kombination mit anderen Blutdrucksenkern verschrieben werden. Mögliche Effekte auf den Blutzucker: Sie können den Kaliumverluste fördern, was die Insulinfreisetzung beeinträchtigen kann. Sie können die Insulinempfindlichkeit verringern. Besonders bei höheren Dosen kann sich dadurch das Risiko für Prädiabetes oder manifesten Diabetes erhöhen. Auch hier gilt: bei Anzeichen für Insulinresistenz oder Prädiabetes bitte die Verordnung ärztlich überprüfen lassen und ggfls um besser verträgliche Verordnung bitten! Medikamentenwahl individuell abwägen. Denn: Ja, bestimmte Blutdrucksenker können den Zuckerstoffwechsel negativ beeinflussen. Hier muß ärztlich abgewogen werden, ob es besere Alternativen gibt. Die Reaktion auf ein Medikament ist jedoch individuell: Faktoren wie Übergewicht, familiäre Vorbelastung, metabolisches Syndrom oder bereits bestehende Insulinresistenz spielen eine große Rolle. Bei Unsicherheiten sollte eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Eventuell ist eine Umstellung auf metabolisch günstigere Präparate möglich. Insulinspitzen und Herzrhythmusstörungen: Wie hängt das zusammen? Ein weiterer und auch weniger bekannter Zusammenhang betrifft die Wirkung von Insulinspitzen auf das Herz, insbesondere im Hinblick auf Herzrhythmusstörungen. 1. Hypoglykämie durch Insulinspitzen Nach einer sehr zuckerreichen Mahlzeit schüttet der Körper oft viel Insulin aus. In manchen Fällen folgt darauf eine sogenannte reaktive Hypoglykämie, also ein schneller Abfall des Blutzuckerspiegels. Mögliche Folgen: Aktivierung des sympathischen Nervensystems (z. B. Adrenalin-Ausstoß) Herzrasen, Herzstolpern, Extrasystolen oder sogar Vorhofflimmern Symptome wie Zittern, Unruhe, Schwäche oder Schweißausbrüche 2. Einfluss auf den Elektrolythaushalt Insulin reguliert nicht nur den Blutzucker, sondern beeinflusst auch den Kaliumspiegel im Blut: Es schleust Kalium in die Zellen → kann zu Hypokaliämie führen Ein niedriger Kaliumspiegel ist ein Risikofaktor für Herzrhythmusstörungen Besonders gefährdet: Menschen mit Diabetes und unter Insulintherapie Menschen mit Herzvorerkrankungen oder Elektrolytstörungen Personen, die Diuretika einnehmen (Kaliumverlust!) Was kann man tun? Stabile Blutzuckerwerte anstreben, z. B. durch: Ballaststoffreiche, niedrig-glykämische Ernährung Mehr Eiweiß und gesunde Fette zu den Mahlzeiten Regelmäßige Bewegung Elektrolythaushalt im Blick behalten – v. a. Kalium und Magnesium Bei wiederholten Herzrhythmusstörungen: Nicht nur ein Langzeit-EKG sondern auch um ein Blutzuckermonitoring in Absprache mit der Ärztin/dem Arzt bitten!! Ein weiterer Auslösefaktor für Herzrhythmusstörungen kann übrigens auch Histamin sein. Leider sind manche Medikamente sogenannte Histaminliberatoren. Siehe hierzu ältere Blogbeiträge, auch im Zusammenhang mit Hormonen! Blutdruckmedikamente und Blutzuckerregulation sind eng miteinander verknüpft. Bestimmte Medikamente können den Zuckerstoffwechsel negativ beeinflussen. Zudem können starke Insulinspitzen indirekt zu Herzrhythmusstörungen führen und zwar über Hypoglykämie oder Elektrolytverschiebungen. Eine individuell angepasste Medikation, stabile Blutzuckerwerte und eine gesunde Lebensweise können helfen, Risiken zu reduzieren. Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Fragen zur eigenen Medikation oder bei Symptomen wie Herzstolpern oder häufigem nächtlichem Erwachen sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
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