Neues vom Hormonorchester

Regina Fischer
Mein kleines privates Bowtech-Erlebnis aus dem Alltag
 
Am vergangenen Wochenende waren wir mit Freunden gemütlich essen. Vom Flur aus betrat man das Restaurant durch eine große Glastür, die beim Hineingehen offenstand. Alles war entspannt, wir genossen den Tag.
 
Irgendwann machten sich meine Freundin und ich auf den Weg zur Toilette im Keller. Inzwischen war die Glastür allerdings geschlossen und der große Hinweiszettel, der normalerweise daran hing, war weg.
 
In ein Gespräch vertieft lief meine Freundin und darum leider mit ordentlich Schwung dagegen. 

Mit der Stirn, dem Wangenknochen und dem Handgelenk prallte sie gegen das Glas. Für einen Moment stand sie unter Schock.
 
Und gleich konnte man beobachten, wie sich auf ihrer Stirn eine deutliche Beule bildete. Man konnte förmlich zusehen, wie die Stirn anschwoll und sich rötete. Auch am Wangenknochen entstand eine Schwellung.
 
Ganz spontan wandte ich die sogenannten Bowtech-Notfallgriffe an.
 
Ich sage oft, Bowtech wirkt ein wenig wie die Homöopathie unter den manuellen Therapien. Diese speziellen Griffe werden unter anderem bei Schockmomenten eingesetzt oder wenn es darum geht, Gewebe nach Verletzungen zu unterstützen, ähnlich wie man vielleicht zu Arnika Globuli greifen würde.
 
Bis wir wieder an unserem Tisch ankamen, hatte sich bereits Erstaunliches getan: 

Die Schwellung auf der Stirn nahm anschließend auch nicht weiter zu, die Rötung stoppte sichtbar. Auch die Beule wurde nicht größer, im Gegenteil.
 
Drei Tage nach dem Zusammenstoß sagte meine Freundin zu mir:

„Ich bin so froh, dass du mir diese Griffe gesetzt hast. Ich kenne meinen Körper gut und normalerweise hätte ich eine ordentliche Beule und vor allem blaue Flecken davongetragen.“
 
Stattdessen verlief alles erstaunlich glimpflich. Sie erzählte mir sogar, sie habe schon beim Dessert gespürt, dass „etwas arbeitet“ in ihrer Stirn, gerade so als würde im Knocheninneren etwas sanft weggezogen oder reguliert. Klingt komisch, aber so fühlte es sich für sie an. 
 
3 Tage später sieht man kaum noch etwas. Sie spürt auch nahezu nichts mehr.
 
Und genau das ist für mich die kleine Magie von Bowtech: Wir Bowen-Therapeuten brauchen keine Globuli in der Tasche , unsere Hände genügen. 
 
Was ist Bowtech?
 
Die Bowen Technik – kurz Bowtech – ist eine sanfte, manuelle Faszientechni, die über präzise gesetzte Impulse auf Muskeln, Sehnen und Faszien auch das Nervensystem anspricht. 

Zwischen den einzelnen Griffen entstehen bewusste Pausen, in denen der Körper beginnt, die gesetzten Reize zu verarbeiten und eigene Regulationsprozesse zu aktivieren.
 
Bowtech versteht sich nicht als „Machen“, sondern als „Anstoßen“. Der Körper bekommt einen Impuls und nutzt seine eigene Fähigkeit zur Selbstregulation.
 
Gerade in akuten Situationen, wie in diesem kleinen Erlebnis, zeigt sich für mich immer wieder, wie schnell der Körper reagieren kann, wenn man ihm den passenden Impuls gibt.
 
Sanft. Minimalistisch. Und doch oft erstaunlich wirkungsvoll.